DAT418 CAS Data Protection Officer an der HSG (Yvonne Dharshing)
Shownotes
Weblinks:
Spezialgast Yvonne Dharshing:
- Profil von Yvonne Dharshing bei LinkedIn
- Profil von Yvonne Dharshing bei der Executive School der Universität St.Gallen (HSG)
- Profil von Yvonne Dharshing am Swiss AI Summit 2026
Data Protection Officer (DPO HSG):
- Data Protection Officer (DPO HSG) (Executive School der Universität St.Gallen)
- DPO HSG: Termine, Eckdaten und Teilnehmerprofil
- Executive School der Universität St.Gallen (HSG)
- Weiterbildungszentrum Holzweid (WBZ) (Universität St.Gallen)
- 1995: Eröffnung des Weiterbildungszentrums (Architekt Bruno Gerosa) (Universität St.Gallen)
- DPO HSG am14. Januar 2026: Was können wir aus den «Datenschutz-Plaudereien» lernen? (Steiger Legal)
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Über die «Datenschutz-Plaudereien»
Rechtsanwalt Martin Steiger und Andreas Von Gunten, Co-Gründer von Datenschutzpartner, plaudern über Aktuelles, Bemerkenswertes und Persönliches rund um den Datenschutz und verwandte Themen.
Impressum: https://www.datenschutzpartner.ch/impressum/
Transkript anzeigen
Sprecher: Willkommen bei den Datenschutz-Plaudereien.
Sprecher: Aktuelles, Bemerkenswertes und Persönliches rund um den Datenschutz und verwandte Themen.
Martin Steiger: Guten Tag, mein Name ist Martin Steiger.
Martin Steiger: Mein heutiger Spezialgast ist Yvonne Dharshing.
Martin Steiger: Ich spreche mit ihr heute über den Data Protection Officer an der HSG,
Martin Steiger: also eine Ausbildung, eine Weiterbildung an der HSG.
Martin Steiger: Yvonne ist aber auch bei der Zürich Versicherung tätig, unter anderem im Datenschutz.
Martin Steiger: Hoi Yvonne, schön, dass Du da bist – erzähl uns doch noch etwas, was Du eigentlich alles machst,
Martin Steiger: damit wir dann nachher in den Data Protection Officer HSG einsteigen können.
Yvonne Dharshing: Hoi Martin, danke vielmals für die Einladung.
Yvonne Dharshing: Ich bin hauptberuflich bei der Zürich Versicherung tätig.
Yvonne Dharshing: Ich leite dort auf Gruppenstufe ein Team in Compliance.
Yvonne Dharshing: Mein Team ist eigentlich verantwortlich für ganz verschiedene Compliance-Risiken, alles ausser Financial Crime und Investment Compliance.
Yvonne Dharshing: Dazu gehören auch Datenschutz, Records Management, Responsible AI.
Yvonne Dharshing: Für mich ist die Programmleitung des CAS Datenschutz eine perfekte Ergänzung zu meinem Tagesjob.
Martin Steiger: Genau, ich glaube, das habe ich gar nicht gesagt, dass Du die Programmleiterin des Programms bist.
Martin Steiger: Ja, steigen wir da ein.
Martin Steiger: Ich darf sagen, ich durfte in dem Programm auch schon unterrichten.
Martin Steiger: Wir haben jetzt sogar ein bisschen Raum für ein Experiment bekommen.
Martin Steiger: Aber jetzt hören sicher viele zu.
Martin Steiger: Die wissen ja, es gibt viel Datenschutzweiterbildung in der Schweiz.
Martin Steiger: Wissen aber vielleicht noch nicht, dass es die an der HSG gibt.
Martin Steiger: Ja, wenn man mal ganz einfach anfangen kann.
Martin Steiger: Ich habe schon gesagt, es heisst Data Protection Officer HSG, DPO HSG.
Martin Steiger: Wo fangen wir ganz einfach an, Yvonne?
Yvonne Dharshing: Also, es ist ein Kurs, der insgesamt drei Wochen dauert.
Yvonne Dharshing: Und da haben wir drei verschiedene Module.
Yvonne Dharshing: Wir haben Rechtsgrundlagen im ersten Modul, dann Organisation und Umsetzung im zweiten Modul
Yvonne Dharshing: und im dritten Modul haben wir Digitale Ethik und E-Compliance.
Yvonne Dharshing: Die Wochenmodule sind in sich abgeschlossen.
Yvonne Dharshing: Da kann man eigentlich jederzeit anfangen.
Yvonne Dharshing: Man könnte das sogar mit Modulen aus anderen CAS
Yvonne Dharshing: wie zum Beispiel aus dem Compliance Management kombinieren.
Yvonne Dharshing: Ich glaube, das ist ein bisschen speziell an diesem Modul,
Yvonne Dharshing: dass es eben so kombinierbar ist.
Yvonne Dharshing: Da kann man sich also eigentlich
Yvonne Dharshing: wie ein CAS zusammenbauen. Wenn man sagt: ‹Mich interessiert Cyber, mich interessiert Compliance, mich interessiert Datenschutz›, aber man möchte jetzt nicht unbedingt einen vollen CAS machen, dann kann man sich das so zusammenstellen.
Yvonne Dharshing: Und von daher haben wir in jeder Woche eine ein bisschen unterschiedliche Zusammensetzung.
Yvonne Dharshing: Meistens gibt es dann einen Teil der Teilnehmenden, die man schon kennt.
Yvonne Dharshing: Die waren vorher schon dabei, Leute, die neu einsteigen und den ganzen CAS machen, oder Leute, die einfach nur eine Woche da sind.
Martin Steiger: Genau, man kann das zusammensetzen.
Martin Steiger: Das Ganze ist ja an der Executive School der HSG angesiedelt, und die hat eben sonst ein grosses Programm.
Martin Steiger: Dann ist man tatsächlich sehr flexibel.
Martin Steiger: Man hat einerseits die drei Module, die man wochenweise besuchen kann.
Martin Steiger: Dann auch noch das ganze restliche Programm.
Martin Steiger: Wenn ich sage Executive School, das ist in St.Gallen, eigentlich vor Ort, grundsätzlich
Martin Steiger: im Weiterbildungszentrum oben, bekannt für – auch heute noch – relativ moderne Architektur.
Martin Steiger: Damals war es sicherlich ein – ich weiss nicht – war sicherlich recht imposant.
Martin Steiger: Auch bekannt für die schöne Aussicht
Martin Steiger: über den Bodensee, gell?
Yvonne Dharshing: Genau, wenn man dort ist und
Yvonne Dharshing: schönes Wetter ist, hat man manchmal
Yvonne Dharshing: fast das Gefühl, es sei ein bisschen wie Ferien.
Yvonne Dharshing: Aber man muss auch sagen,
Yvonne Dharshing: nach einer Woche ist es
Yvonne Dharshing: sehr intensiv, es sind doch
Yvonne Dharshing: lange Tage, dann ist man auch wieder froh, wenn man ins Wochenende kann.
Yvonne Dharshing: Aber es ist wirklich wunderschön dort oben.
Yvonne Dharshing: Ich bin von Zürich, habe es vorher nicht so gekannt.
Yvonne Dharshing: Ich habe nicht selber an der HSG studiert, sondern in Zürich.
Yvonne Dharshing: Aber ja, das gefällt mir wirklich gut.
Martin Steiger: Heisst das auch, dass die Teilnehmenden quasi die ganze Woche dort sind?
Yvonne Dharshing: Ja, die meisten schon. Es gibt natürlich Leute, die pendeln – kommt darauf an, wo man wohnt.
Yvonne Dharshing: Aber wenn man jetzt ein bisschen weiter weg ist, dann lohnt es sich in der Regel, dass man wirklich vor Ort ist.
Yvonne Dharshing: Weil man abends meistens noch an der Gruppenarbeit ist.
Yvonne Dharshing: Wir haben einmal in der Woche, immer am Dienstag, ein Social Event.
Yvonne Dharshing: Dann machen wir etwas miteinander und gehen noch kurz danach.
Yvonne Dharshing: Und von denen entscheiden sich doch einige, die Woche eben auch im Kolleg zu verbringen.
Martin Steiger: Guten Abend – ein gutes Stichwort. Das klingt nach genauen Anforderungen, die man erfüllen muss.
Martin Steiger: Was muss man zum Abschluss, also für den CAS, also das Certificate of Advanced Studies,
Martin Steiger: um es zu bekommen – was muss man dafür machen?
Yvonne Dharshing: Man ist die ganze Woche vor Ort dabei.
Yvonne Dharshing: Und dann kommt am Montag die Gruppenarbeit, da machen wir die Einteilung.
Yvonne Dharshing: Und dann arbeitet man an einem fiktiven Fall für ein fiktives Unternehmen in der Gruppenarbeit.
Yvonne Dharshing: Die präsentiert man dann am Ende der Woche, am Freitagnachmittag, und dafür gibt es eine Note.
Yvonne Dharshing: Früher gab es eine schriftliche Prüfung, aber uns ist eigentlich wichtiger, dass man jetzt nicht einfach Fachwissen büffelt, sondern dass man sich auch überlegt, wie man Datenschutzthemen adressatengerecht vermitteln kann. Üblicherweise geht es in der Gruppe dann darum,
Yvonne Dharshing: dass man der Geschäftsleitung oder dem Verwaltungsrat etwas präsentiert.
Yvonne Dharshing: Und dann muss man sich überlegen, nicht nur, wie es juristisch aussieht,
Yvonne Dharshing: sondern wie ich es adressatengerecht so vermitteln kann,
Yvonne Dharshing: dass meine Geschäftsleitung mir auch folgen kann
Yvonne Dharshing: und am Schluss mein Ziel erreicht.
Martin Steiger: Wenn man sich jetzt überlegt, hier teilzunehmen, fragt man sich vielleicht: Bin ich da überhaupt richtig?
Martin Steiger: An was für Personen richtet sich das eigentlich?
Yvonne Dharshing: Es richtet sich grundsätzlich an Leute, die mit Datenschutz in einem Unternehmen Berührungspunkte haben.
Yvonne Dharshing: Das kann aber sehr unterschiedlich sein.
Yvonne Dharshing: In einem kleinen Unternehmen ist das vielleicht jemand, der verschiedene Rollen hat und unter anderem auch noch den Datenschutz abdeckt.
Yvonne Dharshing: In einem mittleren Unternehmen ist das vielleicht die Person, die tatsächlich DPO im Unternehmen ist.
Yvonne Dharshing: In einem grossen Unternehmen ist man dann meistens spezialisiert und deckt nur gewisse Teilbereiche des Datenschutzes ab.
Yvonne Dharshing: Wir haben aber auch sehr viele Teilnehmende, die Berührungspunkte haben, aber vielleicht in der IT arbeiten oder in der internen Revision. Das ist wirklich sehr unterschiedlich, mit welchem Wissen die Teilnehmenden schon zu uns kommen.
Yvonne Dharshing: Es gibt Leute, die vielleicht neu zum DPO ernannt worden sind, aber denen fehlt das Fachwissen.
Yvonne Dharshing: Es gibt Leute, die machen das schon seit mehreren Jahren.
Yvonne Dharshing: Und dann gibt es Leute, die sagen: «Ja, ich habe ab und zu auch schon mit dem DPO zu tun gehabt.»
Yvonne Dharshing: Und ich würde gerne auf Augenhöhe mit dem DPO über Datenschutz diskutieren können.
Martin Steiger: Denkst Du, dass das auch etwas wäre für Leute, die erst in den Datenschutz einsteigen?
Martin Steiger: Also, das vielleicht auch als künftige Laufbahn sehen,
Martin Steiger: weil das Datenthema mit KI geht ja nicht so schnell weg.
Yvonne Dharshing: Genau, das ist so.
Yvonne Dharshing: Ja, wir haben wirklich immer wieder Teilnehmende, die sagen:
Yvonne Dharshing: «Ich arbeite noch nicht oder nur im Teilbereich,
Yvonne Dharshing: aber ich könnte mir das wirklich vorstellen, das interessiert mich, macht Spass.»
Yvonne Dharshing: Und das sehe ich für meine Zukunft.
Yvonne Dharshing: Was ich natürlich ganz lässig finde,
Yvonne Dharshing: weil ich selber sehr begeistert bin vom Datenschutz.
Yvonne Dharshing: Ich finde es ein ganz lässiges Thema
Yvonne Dharshing: und von dort freue ich mich dann auch,
Yvonne Dharshing: wenn andere das auch so sehen.
Martin Steiger: Wenn man den Kurs erfolgreich abschliesst,
Martin Steiger: ist man in einem gesetzlichen Sinn qualifiziert?
Martin Steiger: Sei es in der Schweiz als Datenschutzberaterin oder Datenschutzberater, nach nDSG,
Martin Steiger: dann zum Beispiel auch nach dem deutschen Bundesdatenschutzgesetz als Datenschutzbeauftragte im gesetzlichen Sinne – ja?
Yvonne Dharshing: Natürlich ist das etwas, was man mitnimmt,
Yvonne Dharshing: an Fachwissen, aber die Erfahrung ist natürlich auch wichtig.
Yvonne Dharshing: Klar, man kann es machen, aber es ist auch wichtig,
Yvonne Dharshing: dass man sich weiterbildet, dass man an der Schule bleibt,
Yvonne Dharshing: dass man auch ein Netzwerk von Leuten hat,
Yvonne Dharshing: mit denen man sich auch weiterhin zu Datenschutzthemen austauschen kann.
Yvonne Dharshing: Und ich finde gerade, dass Netzwerke
Yvonne Dharshing: – das hat auch mir damals geholfen. Ich habe den CAS ursprünglich selber gemacht,
Yvonne Dharshing: ich war auch mal Teilnehmerin, und mir hat das Netzwerk sehr geholfen.
Martin Steiger: Wenn man jetzt sagt, es ist noch interessant – klar, man findet weitere Informationen auf eurer Website,
Martin Steiger: die verlinke ich auch in den Shownotes.
Martin Steiger: Es gibt sogar eine Broschüre, die man bestellen kann – finde ich sympathisch,
Martin Steiger: ich glaube, sogar nicht nur digital, sondern auch im Print, wenn man will.
Martin Steiger: Du bist natürlich eine Ansprechpartnerin. Du hast auch ein LinkedIn-Profil – also Dich findet man, wenn man Dich kontaktieren möchte.
Martin Steiger: Was wäre der schnellste mögliche Einstieg, wenn ich sage: Jetzt will ich loslegen, ich will so bald wie möglich den Abschluss machen?
Yvonne Dharshing: Mitte September startet Modul 3. Genau.
Martin Steiger: Was ist Modul 3? Sorry, das kann ich nicht auswendig sagen.
Yvonne Dharshing: Das ist Digitale Ethik und E-Compliance.
Yvonne Dharshing: Dort haben wir einen grossen Fokus auf künstliche Intelligenz.
Yvonne Dharshing: Wir haben gesehen, dass sich der Aufgabenbereich der DPO-Community erweitert hat.
Yvonne Dharshing: In vielen Unternehmen ist der DPO die erste Anlaufstelle,
Yvonne Dharshing: wenn es um Fragen zu künstlicher Intelligenz geht.
Yvonne Dharshing: Jetzt kann man sagen, in der Schweiz haben wir noch keine Regulierung,
Yvonne Dharshing: aber sehr viele Unternehmen schauen natürlich, was in der EU passiert.
Yvonne Dharshing: Der AI Act in der EU beschäftigt viele
Yvonne Dharshing: und von dort ist es wichtig, dass eben auch die DPOs wissen,
Yvonne Dharshing: Was sind die Anforderungen des AI Act?
Yvonne Dharshing: Man schaut, was ist technisch überhaupt?
Yvonne Dharshing: Was muss ich unter künstlicher Intelligenz verstehen?
Yvonne Dharshing: Und da dreht sich also die ganze Woche zum grossen Teil um dieses Thema.
Martin Steiger: Wunderbar.
Martin Steiger: Ich habe noch nachgeschaut, was eigentlich solche technischen Daten sind.
Martin Steiger: Es gibt ECTS-Punkte, also Credits.
Martin Steiger: Ich habe schon gesagt, es sind drei Wochen, also dreimal fünf volle Tage mit diesen drei Modulen.
Martin Steiger: Wenn man das Ganze machen möchte, kostet das, habe ich online gesehen, 13'500 Franken.
Martin Steiger: Und je nachdem, wie man es kombiniert, ist das wirklich noch faszinierend, das Puzzle.
Martin Steiger: Also kann man es wirklich bis zum Executive Master ausbauen.
Martin Steiger: Das ist natürlich dann ein bisschen aufwendiger, logischerweise.
Martin Steiger: Ja, es dünkt mich eigentlich nur ein spannender Einstieg.
Martin Steiger: Von daher kann ich das eigentlich nur empfehlen.
Martin Steiger: Ich kenne es als Dozent, nicht als Teilnehmer bis jetzt.
Martin Steiger: Ja, in diesem Sinn, Yvonne, vielen Dank.
Martin Steiger: Hast Du Dir das spannende Programm vorgestellt?
Martin Steiger: Mal schauen, vielleicht treffen wir dann die ein oder andere,
Martin Steiger: die da im Winter 2027 vor Ort in St.Gallen teilnehmen.
Martin Steiger: Hoffentlich mit schöner Aussicht auf den Bodensee
Martin Steiger: bei einer schönen weissen Meerlandschaft.
Sprecher: Sehr gut. Danke vielmals, Martin, und bis im Januar.
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